Gute Bildung braucht Zeit
Am 27. September stimmt der Kanton Zürich über den Lehrpersonal-Kompromiss ab. Die Vorlage passt den Berufsauftrag an die tatsächliche Arbeit der Lehrpersonen an und stärkt damit die Qualität der Volksschule. Die SP unterstützt die Vorlage.
Lehrpersonen haben neben dem Unterrichten zahlreiche weitere Aufgaben: Sie bereiten Unterricht vor, führen Elterngespräche, begleiten Schüler*innen und organisieren Projekte. Im Kanton Zürich leisten sie dafür jeden Tag durchschnittlich rund 1,5 Stunden unbezahlte Überzeit. Eine so wichtige gesellschaftliche Aufgabe darf nicht auf dauernder Mehrarbeit beruhen.
Genau hier setzt der Lehrpersonal-Kompromiss an. Anfang März 2026 hat der Kantonsrat beschlossen, die Klassenlehrpersonenpauschale zu erhöhen und den Lektionenfaktor anzuheben. Damit erhalten Lehrpersonen mehr Zeit für die Unterrichtsvorbereitung und für jene Aufgaben, die sie schon heute übernehmen – die bisher aber im Berufsauftrag nicht ausreichend berücksichtigt sind.
Die Vorlage ist keine Lohnerhöhung. Sie sorgt vielmehr dafür, dass ein Teil der Arbeit, die Lehrpersonen heute unbezahlt leisten, künftig im Berufsauftrag berücksichtigt und entschädigt wird. Die dafür vorgesehenen rund 83 Millionen Franken von Kanton und Gemeinden entsprechen weniger als 0,5 Prozent des kantonalen Budgets. Das ist gut investiertes Geld: in die Arbeitsbedingungen der Lehrpersonen, in die Qualität unserer Volksschule und damit auch in den Wirtschaftsstandort Zürich.
«Gute Schulen entstehen dort, wo Lehrpersonen ihre Arbeit mit der nötigen Zeit und Sorgfalt ausführen können», sagt SP-Nationalrätin und ehemalige Sekundarlehrerin Priska Seiler Graf. Deshalb braucht es am 27. September ein klares Ja zum Lehrpersonal-Kompromiss