Am 27. September stimmt die Stadt Zürich über zwei Vorlagen von neuen Hochhausrichtlinien ab. Mit der «Vorlage Stadtrat» drohen in weiten Teilen der Stadt flächendeckend Hochhäuser. Die Abrisswelle, die diese Vorlage auslösen würde, wäre für alle Mietenden in der Stadt Zürich eine Katastrophe.

Eine breite Allianz von SP, Grünen, AL, EVP und SVP sagt darum:

👉 NEIN zur «Vorlage Stadtrat»
👉 JA zur pragmatischen «Vorlage Gemeinderat»
 
👉 Stichfrage: «Vorlage Gemeinderat»

3 Gründe für ein NEIN zur «Vorlage Stadtrat»

Mieterinnen und Mieter werden verdrängt 

Die «Vorlage Stadtrat» führt zu einer massiven Abbruchs- und Verdrängungswelle. Ganze belebte Wohnquartiere würden abgebrochen und durch neue seelenlose teure Hochhaussilos ersetzt. Die «Vorlage Gemeinderat» dagegen nimmt Rücksicht auf bestehende Quartierstrukturen. Hochhäuser werden dort gezielt ermöglicht, wo es städtebaulich sinnvoll ist. Die gemeinderätliche Vorlage sieht zudem vor, dass in den Hochhäusern Wohnungen für alle Einkommenssegmente entstehen. 

Die «Vorlage Stadtrat» sieht in den Quartieren Albisrieden, Altstetten, Oerlikon, Affoltern, Seebach, Hirzenbach und Schwamendingen praktisch flächendeckend 40-Meter-Hochhausgebiete (pink) vor. Eine beispiellose Abrisswelle wäre die Folge. 

Hochhäuser sind viel teurer 

Neue Hochhäuser in Zürich schaffen vor allem teuren Wohnraum. Bestätigt wird dies auch durch eine Studie der ZKB. «Das Zürcher Hochhaus ist heute ein Luxusprodukt», sagt Ursina Kubli, Leiterin Immobilien-Research bei der ZKB gegenüber dem Tages-Anzeiger. Die langwierige und komplexe Planung, Brandschutznormen, anspruchsvolle Haustechniken und aufwendige Fassaden machen das Hochhaus bis zu 20 Prozent teurer. 

Hochhäuser schaffen nicht mehr Wohnraum  

Die erlaubte Ausnutzung eines Grundstücks ändert sich mit dem Bau eines Hochhauses nicht. In Hochhäusern könnenin der Regel weniger Leute wohnen, als in einer Blockrandbebauung​. Denn Hochhäuser brauchen deutlich mehr Erschliessungsflächen (Lifte, Haustechnik, Fluchttreppen etc). Zudem liegt die Wohnfläche pro Person in Hochhäusern weit über dem Durchschnitt, wie die oben erwähnte ZKB-Studie belegt.  

«Mit einem JA zur ‘Vorlage Gemeinderat’ verhindern wir, dass noch mehr Menschen aus Zürich verdrängt werden.»

Marco Denoth, Gemeinderat SP

«Hochhäuser führen zu einer höheren CO2 -Belastung und schaffen keinen zusätzlichen Wohnraum 

Brigitte Fürer, Gemeinderätin Grüne

«Die ‘Vorlage Gemeinderat’ sorgt dafür, dass Hochhäuser einen konkreten Mehrwert für das Gemeinwesen schaffen.»

Tanja Maag, Gemeinderätin AL

«Hochhäuser sind an gut erschlossenen Standorten sinnvoll. Sie gehören aber nicht flächendeckend in unsere Wohnquartiere. Die Vorlage des Gemeinderats ist eine ausgewogene Lösung.»

Reto Brüesch, Gemeinderat SVP

«Mit dem JA zur ‚Vorlage Gemeinderat‘ sichern wir ein massvolles Wachstum und die Lebensqualität in der Stadt Zürich.»

Sandra Gallizzi, Alt-Gemeinderätin EVP

26_Logos Komitee Hochhausrichtlinien (1)
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