NEIN zum Lehrpersonal-Kompromiss: Schule bleibt auf Gratisarbeit angewiesen

Ein Bekenntnis zur Selbstbestimmung am Lebensende, aber weiterhin unbezahlte Überzeit für Lehrpersonen: Das JA zum Patientinnen- und Patientengesetz verpflichtet Spitäler sowie private Alters- und Pflegeheime künftig dazu, den assistierten Suizid in ihren Räumlichkeiten zu dulden. Der Lehrpersonal-Kompromiss wurde hingegen abgelehnt. Die SP wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass der Berufsauftrag die tatsächliche Arbeit der Lehrpersonen besser abbildet.

Mit dem NEIN zum Lehrpersonal-Kompromiss leisten Lehrpersonen weiterhin durchschnittlich knapp 1,5 Stunden unbezahlte Überzeit pro Tag. Eine gute Schule darf aber nicht auf Gratisarbeit beruhen. «Es ist skandalös, dass unsere Volksschule auf unbezahlter Überzeit der Lehrpersonen basiert. Wenn wir die Qualität unserer Volksschule sichern wollen, müssen wir den Berufsauftrag anpassen. Dafür werden wir uns weiterhin einsetzen», sagt Priska Seiler Graf, SP-Nationalrätin und Regierungsratskandidatin.

JA stärkt Selbstbestimmung

Erfreulich ist das JA zum Patientinnen- und Patientengesetz. Wer die strengen Voraussetzungen für einen assistierten Suizid erfüllt, kann diesen künftig in allen Alters- und Pflegeheimen sowie in den Spitälern im Kanton Zürich in Anspruch nehmen. Niemand muss dafür die vertraute Umgebung verlassen. «Mit dem heutigen JA stärken wir die Selbstbestimmung der Menschen im Kanton und schaffen gleichzeitig die notwendige Rechtssicherheit. Diese Lösung verbindet Freiheit und Verantwortung miteinander!», sagt Alan David Sangines, SP-Kantonsrat.

Ansprechpartner:innen zu diesem Thema

Alan David Sangines

Alan David Sangines

Kantonsrat & Fraktionsvizepräsident

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