Bereits heute können Gemeinden im Kanton Zürich Kleinklassen führen. Jedoch nutzen nur sehr wenige Gemeinden diese Möglichkeit. Neue Förderklassen schaffen zusätzliche Strukturen, ohne ein bestehendes Problem zu lösen. Die SP warnt zudem vor negativen Folgen für Kinder und Lehrpersonen: Längere separative Beschulung bedeutet eine räumliche Separation für die Kinder, erschwert die Rückkehr in die Regelklasse und erhöht den Koordinationsaufwand zwischen den beteiligten Fachpersonen. Besonders in kleineren Gemeinden drohen organisatorische Probleme wie altersdurchmischte Klassen oder längere Schulwege.
Erweiterte Lernräume entlasten kurzfristig
Die SP setzt stattdessen auf integrative Lösungen: Kinder sollen möglichst im Klassenverband gefördert werden, ergänzt durch gezielte und zeitlich begrenzte Angebote wie die erweiterten Lernräume oder Schulinseln. Diese ermöglichen kurzfristige Unterstützung in kleinen Gruppen und entlasten den Schulalltag. Voraussetzung ist, dass sie von qualifizierten Fachpersonen geführt werden und flexibel eingesetzt werden können.
«Diese Vorlage ist ein Rückschritt. Wir brauchen keine neuen separativen Gefässe wie Förderklassen, sondern starke integrative Lösungen, die allen Kindern gerecht werden», sagt SP-Kantonsrätin Sibylle Jüttner.
