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AHV-Finanzierung und Ehepaarplafond mit Nationalrätin Barbara Gysi

Am 16. Januar ist Nationalrätin Barbara Gysi bei uns zu Gast. Sie war 2023 bis 2025 Präsidentin der nationalrätlichen Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-N).

 

Rechnung 2024 der AHV

Im Jahr 2024 verzeichnete die AHV Einnahmen von insgesamt 56 Milliarden Franken. Diese setzen sich zusammen aus 39 Milliarden Franken Beiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern, 10 Milliarden Franken Bundesbeiträgen, 4 Milliarden Franken aus der Mehrwertsteuer sowie 3 Milliarden Franken Anlageerträgen.

Demgegenüber standen Ausgaben von 51 Milliarden Franken, sodass ein Überschuss von rund 6 Milliarden Franken resultierte.

Ab 2026 wird die AHV zusätzlich mit 4 Milliarden Franken belastet, später mit 5 Milliarden, um die 13. AHV-Rente zu finanzieren.

 

Herausforderungen in den kommenden Jahren

Trotz des aktuellen Überschusses sind in naher Zukunft zunehmende Defizite absehbar. Hauptgrund dafür ist nebst der 13. Monatsrente die demografische Entwicklung: Die geburtenreichen Jahrgänge 1961-1993 treten nach und nach in den Ruhestand, wodurch die Zahl der Rentenbeziehenden deutlich steigt, während der Anteil der Erwerbstätigen vergleichsweise sinkt.

Die Frage stellt sich: Wie können diese Defizite kompensiert werden?

  • Erhöhungen der AHV-Beiträge haben im Nationalrat einen schweren Stand.
  • Höhere Bundesbeiträge würden entweder zusätzliche Sparprogramme oder Steuererhöhungen nach sich ziehen.
  • Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ist nur über eine Volksabstimmung realisierbar, mit ungewissen Aussichten.

Der Ständerat hat sich für eine Kombination von AHV-Beitrags- und Mehrwertssteuererhöhungen entschieden.

Insgesamt steht die AHV vor einer strukturellen Finanzierungslücke, für deren Schliessung politische Entscheide notwendig sind – und bei denen kaum eine Option ohne Widerstand durchsetzbar sein wird. Vielleicht zeichnet sich irgendwo ein Kompromiss ab.

 

Wir werden noch zwei weitere Fragen anschneiden:

  • Ab 2026 wird eine 13. Altersrente eingeführt – jedoch keine 13. Hinterlassenen- oder IV-Rente. Weshalb ist das so?
  • Zudem fordert «Die Mitte» mit einer Volksinitiative die Aufhebung der Plafonierung der Ehepaarrenten. Wie positioniert sich die SP zu diesem Anliegen?
16. Januar , 14:30 - 16:30

SP-Sekretariat

Gartenhofstrasse 15
Zürich, ZH 8004 Switzerland