Von Bürde und Würde

Zur Aufregung um Corine Mauch.

Endlich kann man wieder Mal gegen Corine Mauch schiessen. Sie hat an einem öffentlichen Podium in Winterthur etwas gesagt, was nicht in den gutstaatsmännischen Kram passt. Sie bereue, dass sie Stadtpräsidentin von Zürich sei. Also los! Nachladen und schiessen! Wie der Rahmen war – egal! Wie die Frage des Moderators genau war – egal! Und erste recht egal, was Corine Mauch genau gesagt hat und wie sie es gesagt hat!
Das ein Exekutivamt aufmürbend und anstrengend ist, hat sich rumgesprochen. Man darf es einfach nicht zum Besten geben – eben, man könnte zu ehrlich zu seinen Wählern sein. Es gibt sehr verschiedene andere Wege, sich über sein Amt zu beklagen. Da gibt es burn-outs, Scheidungen, Alkohol und andere Dramen. Die Diskussionen liefen heiss, als Stadträte, Regierungsräte, sogar Bundesräte krankheitshalber ihren Job vorübergehend nicht ausüben konnten.
Nach fast eineinhalb Amtsjahren hat der derzeitige Papst auf die Frage, ob er sein Amt geniesst, oder es doch eine Last ist, folgendes geantwortet: «…Es ist mühsam. Aber ich versuche jedenfalls, die Freude daran zu finden.»
Unsere Leute haben die Freude gefunden, das erlebe ich fast täglich! Nicht grad 86‘400 Sekunden pro Tag – aber das verstehen wir, oder? Ich schon!

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